Hallo Zusammen,

seit knapp 10 Jahren habe ich das Problem, dass ich in Gesellschaft anfange zu Schwitzen. Egal ob es Sommer oder Winter ist. Ich habe das Problem, dass mir warm wird, weil ich denke, dass mich die anderen beobachten und das ist mir peinlich. Und dann fange ich erst recht an zu Schwitzen. Ich habe öfters Kontakt zu Kunden und dies soll jetzt noch mehr werden. Aber ich kann vor einem Besuch beim Kunden an nichts anderes Denken als an das Schwitzen. Ich hab einfach Angst, dass ich zum Schwitzen anfange. Leider beginnt das bei mir immer auf der Stirn und somit kann es auch jeder gleich sehen. Das ist natürlich übelst peinlich. Ich komme teilweise mit dem Schweiß abwischen gar nicht mehr nach. Mein Kopf ist dann Knall rot.

Ich war mittlerweile auch schon bei mehreren Ärzten und die sagen alle nur, dass es von der Psyche kommt.

Kann mir hier irgendjemand helfen bzw. gute Tipps geben, wie ich das abstellen oder zumindest vermindern kann??? Gibt es irgendwelche Übungen?
Ich wäre für jeden Tipp dankbar, weil ich schön langsam echt nicht mehr weiter weiß und mich am liebsten nur noch einsperren würde.

Gruß
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  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Jahre her


    hallo heinz,

    dein statement trifft 1:1 auf mich zu !
    ich habe schon ziehmlich viel probiert. war beim allgemeinmediziner, psychologen, sowie hautarzt.
    habe schon einige medikamente probiert, schulmedizin sowie homöopathie aber nichts hat so wirklich geholfen. ich befasse mich sehr viel mit dem thema. es sind heir sehr viele betroffene online. irgendetwas müssten wir eigentlich alle gleich haben ?

    du sagst das du das problem seit ca 10 jahren hast ? darf ich fragen wie alt du bist ? ich hätte da noch einige fragen.
    - hattest du irgendwann mal ein traumatisierendes erlebnis ?
    - trinkst du desöfteren alkohol ? raucher / nchtraucher ?
    - hattest du schon enimal das pfeiffersche drüsenfieber ? auch bekannt als Eppstein Barr Virus ?

    lg daniel

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Jahre her


    Hallo Daniel, bei mir ist es genau dasselbe. Interessant, dass Du hier auf Forschungsreise gehst. Ich hatte in der Tat das Pfeiffersche Drüsenfieber.Ich habe brutto 23, netto 20 Jahre geraucht, und zeitweise auch etwas übermäßig Alkohol getrunken. Nicht süchtelnd, d.h. nur abends und vermehrt am Wochenende, das aber regelmäßig und auch in "ordentlichen" Mengen. Nun mache ich das alles seit Jahre nicht mehr, Alkohol in sehr überschaubaren Dosen, keine Zigaretten. Aber es ist über die Jahre schlimmer geworden, ich glaube, dass es eine psychische Reaktion auf "Druck" ist, und "Druck" entsteht bei allem möglichen. Der "Druck" muss gar nicht offensichtlich sein, es kann Mangel an Zeit, an Wissen, an sich einstellendem Erfolg beim Üben, es können wirklich Nichtigkeiten sein. Hinzu kommt dann noch, dass ich körperlich nicht der allerfitteste bin, und ganz lange gerne lange geduscht habe, sehr warm. Mache ich auch unterdessen zwar nicht mehr, aber habe ich bestimmt 25 Jahre gemacht. Die ganze Geschichte verstärkt sich, indem nämlich durch körperliches Schwitzen ebenfalls "Druck" ensteht, nämlich der, nach außen hin sichtbar nicht "normal" zu funktionieren. Was wiederum das "Druck"-Schwitzen auslöst.
    Das ist alles nur eine blöde Theorie und möglicherweise auch ganz falsch, aber ich habe z.B. gerade etwas Klavier geübt, in dem Wissen, dass mich andere Hören könnten. Natürlich spielt man beim üben oft falsch, und in früheren Zeiten haben sich darüber andere Menschen bei mir beschwert. Sowas bleibt evtl. hängen, weil man ja niemandem lästig sein will.
    Möglicherweise kommen körperliche und psychische Faktoren zusammen, ergänzen und verstärken sich, oder aber bedingen sich sogar, d.h. das "Druckventil" ist deshalb das Schwitzen (und nichts anderes), weil es körperliche Prä-Disposition gibt (z.B. durch Pfeiffer, Alkohol oder whatever). Wie gesagt, alles nur Theorie. Bin gespannt, was andere so denken, und ob jemand eine Idee hat, wie man da raus kommen könnte!" LG.

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Jahre her


    Hallo,
    ich bin 30. Und das mit dem Alkohol und Rauchen ist ungefähr so wie bei Cybersmarty.
    Ich gehe auch stark davon aus, dass es bei mir der psychische Druck ist und ich einfach Angst davor habe zu schwitzen und genau aus diesem Grund fange ich an zu schwitzen. Mir ist das halt voll peinlich, weil ich immer an der Stirn anfange zu schwitzen und mir der Schweiß richtig runter läuft. Ich hatte dieses Problem eine Zeitlang jetzt nicht mehr. Aber seit vier Wochen wieder extrem. Leider finde ich kein Mittel dagegen. Ich bin leicht übergewichtig, aber mache sehr viel Sport. Vielleicht kommt das wirklich auch vom Übergewicht. Aber ich denke am meisten kommt es von der Psyche :-(

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Jahre her


    Hi,
    bin leider auch Ganzkörper-HHler...
    Ich denke die Frage bzgl. Schwitzen in Gesellschaft/Psychischer Aktivitätssteigerung ist wie mit dem Huhn und dem Ei: triggert das HH-Problem als solches das Schwitzen in solchen Situ´s oder ist die Situation und der psychische "Balast" die Ursache? Ich denke, fast jeder hat sein "Päckchen zu tragen" und könnte psychische "Unaufgeräumtheiten" als mögliche Ursache für die HH nicht ausschließen, aber ob das tatsächlich der einzige Auslöser ist? Ich mache mir ebenfalls in Richtung Hormone, Ernährung etc. Gedanken(z.B. Genetische Veranlagung in Verbindung mit Pfeiffer. Drüsenfieber/(Lebensmittel-)Allergie/Zu viel tierische Fette&Zucker bzw. Überernährung usw.)

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Jahre her


    Hallo zusammen,

    der Eingangsbeitrag könnte glatt von mir sein! "Friesinger Heinz" hat es sehr treffend beschrieben: Sobald ich in - vornehmlich fremder - Gesellschaft bin (Einkaufen gehen reicht bei mir) wird mir sehr warm (weil ich mich beobachtet fühle) und fange stark an zu schwitzen. Wetter ist dabei egal (obwohl es bei warmen Temperaturen selbstverständlich schlimmer ist).

    Bei mir zumindest ist es wohl die Angst vorm Schwitzen ("jetzt darfst du nicht schwitzen!"), die die Sturzbäche schließlich auslöst bzw. verschlimmert. Eine zufriedenstellende Lösung des Problems habe ich leider noch nicht gefunden.


    Grüße

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 6 Jahre her


    Ich schließe mich meinem Vorredner an, du solltest dich einfach ein wenig locker machen (leichter gesagt als getan, ich weiß.)

    Abgesehen davon helfen bei mir Mittel wie Odaban ganz gut. Probier das vielleicht mal aus. (https://odaban.de)

    Grüße, Tess :kiss:

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Monate her


    Hallo, ist hier noch jemand aktiv? Ich habe mich eben neu angemeldet, weil ich heute irgendwie mutig genug dazu war...

    In allen Einträgen hier unter "In Gesellschaft einfach so schwitzen" erkenne ich mich wieder. Mir geht es genauso.

    Eine Anekdote dazu von mir: Ich möchte gerne den Job wechseln - und das was mich bei der ganzen Sache am meisten beschäftigt ist, wie ich das schaffen/ machen soll, wo ich doch so schwitze!!! Nicht nur das Vorstellungsgespräch beunruhigt mich (das ginge vielleicht noch am ehesten)... sondern eher die Zeit danach (falls es geklappt hat), wenn man neu ist und niemanden kennt. Was sollen die denn alle von mir denken, wenn ich da andauernd schwitze. Gar nicht vorstellbar wäre z.B., wenn man täglich schick sein müsste, d.h. Blazer tragen. Davon bräuchte ich dann wohl 10 Stück, damit ich täglich wechseln kann. Aktuell trage ich eigentlich immer möglichst lockere Oberteile, also Blusen/ Hemden eine Größe größer als ich eigentlich bräuchte. Und bestimmte Farben gehen natürlich überhaupt nicht.       

    Wenn ich mich selbst durch das tatsächliche Schwitzen (an den Achseln) so aus dem Konzept bringen lasse, werde ich noch nervöser/ ängstlicher, sodass ich noch mehr schwitze und das anfängt zu stinken. Ein Teufelskreis. Da kann ich dann auch nicht mehr entspannen, da komm ich nicht mehr raus. Am liebsten möchte man flüchten.

    Ich bin übrigens weiblich, 34 Jahre, normalgewichtig und sportlich. Außerdem bin ich Ernährungsberaterin und ernähre mich vollkommen unauffällig ;) also abwechslungsreich, keine Verbote, keine Diät, nichts Besonderes. Nicht zu viel Alkohol, ich rauche nicht. 

    Würde mich freuen, wenn hier mehr Leute aktiv wären.   


  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 7 Monate her


    Dann gehen wir doch einfach mal ran an das Achselschwitzen.
    Was hast Du denn bereits versucht, über welchen Zeitraum und mit welchen Erfolgen? 


    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

  • AW: In Gesellschaft einfach so schwitzen

    von » 4 Monate her


    Oh no, ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich hier eine Antwort drauf bekommen hatte! Tut mir Leid! 

    Also mittlerweile habe ich meinen Job aus gesundheitlichen Gründen (heftige Überlastung aufgrund von chronischem Personalmangel) gekündigt. [Habe jetzt schon einen neuen Job, der ab Mai los geht.] Als es mir nach einigen Wochen körperlich besser ging, habe ich mich auch mit dem Thema Hyperhidrose unter den Achseln beschäftigt. Irgendwie hatte ich das Gefühl jetzt bereit dafür zu sein. 

    Ich hab den Stier dann direkt bei den Hörnern gepackt und habe einen Termin im Deutschen Hyperhidrose Zentrum ausgemacht. Dort wurde die Hyperhidrose unter den Achseln bestätigt. Ich habe mir dir verschiedenen Optionen angehört und mich dann direkt für eine Variante entschieden, für die ich mich sowieso schon interessiert habe: miraDry. Das habe ich jetzt auch direkt schon durchgezogen. Ich hatte keinen Nerv mehr für Experimente. Hatte vorher schon Jahrelang verschiedene einfache Sachen ausprobiert (versch. Deos, Laulas Schweißeinlagen + Shirts) ... keine tiefergehenden Sachen. Zu meiner Aufbruchstimmung hat das irgendwie gut dazu gepasst. 

    Jetzt schwellen meine Achseln gerade noch von der Behandlung ab und mir ist klar, dass das eine ziemlich heftige Behandlung war. Ich hoffe, ich muss das irgendwann nicht nochmal machen. Trotzdem bin ich aktuell sehr, sehr froh über das Ergebnis. Ich kann wieder ICH sein, muss mich nicht mehr verstecken und bin insgesamt ziemlich positiv gestimmt :D 

    Liebe Grüße, Helen   


    Bedankt von: Sascha Ballweg

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