Aufmunternder Erfahrungsbericht

Kategorie: Hyperhidrose (Schwitzen) 12 Jahre her
Zunächst einmal: Ja, ich habe Hyperhidrose. Bei mir hat es zwar kein Arzt festgestellt, aber ich weiß es, da meine Großmutter und meine Mutter - sowie in abgeschwächter Form meine Schwester - das gleiche Problem haben. Bei mir, würde ich sagen, ist es eine mittelstarke Form, bei der sich Schweißflecken kreisrund ca 10-15 cm unter den Achseln gebildet haben. Das alles fing so mit 16 Jahren an. Nun bin ich 29. Lange Zeit habe ich es als Gott gegeben hingenommen und die typischen Abwehrmechanismen entwickelt, die jeder Betroffen in diesem Forum kennt: Keine bunten T-Shirts, am Rande stehen/sitzen, bestimmte Positionen beim Sitzen und Stehen einnehmen, die das Schwitzen verdecken usw. Als sich vor 2-3 Jahren auch Ansätze von Schwitzen am Gesäß zeigten, wurde es schlimmer. Viele Menschen/Kommuniktation erzeugten ein Gefühl der präventiven Angst vorm Schwitzen, so dass allein dies meist ausreichte.

Dann, vor ca. einem Jahr - der Sommer stand vor der Tür - wollte ich mein Leben umkrempeln und habe im Internet intensiv nach dieser Art des Schwitzens gesucht. Ich wusste zunächst gar nicht, dass es eine Krankheit ist, geschweige denn, wie diese heisst. Also suchte ich ca eine Woche, las mir viele Berichte durch und die Möglichkeiten, wie ich mit dieser Krankheit umgehen kann bzw. welche Mittel es dagegen gibt. So stieß ich auch auf diese Seite, bei der ich mich zwar nicht anmeldete, aber alle Informationen wie ein Schwamm aufsog. So entdeckte ich auch das Produkt "AHC20 sensitiv".

Ich bestellte es über das Internet und verwendete es, zunächst 10 Tage am Stück, dann immer seltener. Ich konnte es kaum glauben, wie wirksam es war. Im ersten Monat schwitzte ich absolut nicht mehr unter den Armen, auch bei der höchsten sportlichen Anstrengung nicht. In den folgenden Monaten kam das Schwitzen zwar wieder zurück, allerdings in einem erträglichen Maß. Gleichzeitig verringerte ich die Anwendung von AHC auf ein Mal wöchentlich, was bei mir bis heute absolut ausreicht. Insgesamt ist das Schitzen um ca. 80% zurück gegangen, Schweißflecken habe ich nur in Ausnahmesituationen.

Wie soll ich es sagen, mein Leben hat sich komplett verändert. Ich war nie so schüchtern, dass ich mich durch das peinliche Schwitzen zurückgezogen habe, hatte immer viele Freunde. Aber ich musste immer Einschränkungen in den allseits bekannten Situationen in Kauf nehmen. Doch heute ist nichts mehr davon geblieben. Ich trage körperbetonte enge und vor allem bunte (!) Kleidung, bin viel positiver, freue mich auf den Umgang mit anderen Menschen und mache mir dabei keine Gedanken mehr über die Möglichkeit verschwitzter Achseln. Letztlich ist das rückblickend auch der Hauptgrund für mich, warum die Krankheit so verheerend ist: Angst. Die Angst lähmt und verstärkt den Schwitzeffekt noch um ein vielfaches. Mir ist klar, dass es nicht leicht ist, auszubrechen, mit einer anderen Einstellung an kritische Situationen zu gehen. Aber das ist absolut entscheidend. AHC20 sensitiv hat mir auf jeden Fall dabei geholfen, ein besseres Leben zu führen. Klar, das Mittel muss ich mein ganzes Leben benutzen, es ist mit Aufwand verbunden. Aber es gibt genug Menschen, die täglich ihre Medizin nehmen müssen. Meine Medizin ist eben AHC.

Achja, um das klar zu stellen: Ich mache keine Werbung aus professionellen Gründen, sondern möchte mit diesem Bericht andere Betroffene aufmuntern und einen positiven Beitrag leisten.
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  • AW: Aufmunternder Erfahrungsbericht

    von » 12 Jahre her


    Du sprichst mir aus der Seele......

    Ich benutze AHC20 sensitiv seit ca. 4 Wochen und bin total zufrieden damit. Es hat gleich geholfen und ich schwitze überhaupt nicht mehr. Ich hoffe nur, dass es anhält.

    Wir können froh sein, dass es ja mittlerweile einige Produkte auf dem Markt gibt, die "unser" Problem lösen. Vor 20 Jahren gab es da noch nichts, man hatte ja noch nicht mal Internet und man konnte sich somit schlecht informieren. Mein Schwitzen fing in der Pubertät an und es war die Hölle.

    :cheer:

  • AW: Aufmunternder Erfahrungsbericht

    von » 12 Jahre her


    Hey, das klingt echt gut. Ich benutze bis jetzt verschieden starke AlCl-Mischungen aus der Apotheke, die zwar ganz gut helfen, aber viel unangenehmer sind als das ahc, weil sie nicht so gut einziehen. In den Achseln stört mich das nicht, aber an Händen und Füßen sehr. Und ich schwitze auch stark am Gesäß und an den Oberschenkeln. Da habe ich ca. 3 Wochen lang ahc20 sensitive ausprobiert, aber ohne Erfolg.
    @Dexx: Hast du denn damit nun auch keine Probleme mehr?
    Irgendwie wäre ich es gern los, habe aber auch Bedenken, dann noch mehr Flächen mit einem starken Antitranspirant zu behandeln, und ich habe auch Angst, dass ich dann noch mehr kompensatorisches Schwitzen entwickeln könnte.

  • AW: Aufmunternder Erfahrungsbericht

    von » 12 Jahre her


    Also, ich schwitze an den Füßen ein bisschen und an den Händen gar nicht. Die Hände sind eher zu trocken als zu feucht. Kompensatorisches Schwitzen habe ich auch noch nicht entdeckt und hoffe, es auch nicht entdecken zu müssen. Am Gesäß habe ich keine Probleme - bis auf seltene Ausnahmen. Aber der Hauptgrund ist für mich dabei, dass die Angst weg ist und das wiederum liegt AHC. Hyperhidrose ist meiner Meinung nach eine Krankheit, die sowohl physischen als auch psychischen Ursprungs ist und zwischen beiden Teilen Wechselwirkungen stattfinden.

    Ich habe nie eine AlCl Mischung getestet, weil AHC direkt geholfen hat, kann also zu der Verträglichkeit nichts sagen. Klar ist AHC viel teurer als eine Apotheken-Mischung. Aber die 16 € ist es mir allemal wert, weil es für mich Lebensqualität bedeutet.

    Achja, ich wende es direkt vor dem Schlafen an, weil man in der Nacht so gut wie nicht schwitzt und es dann besser wirken kann. Zumindest bilde ich es mir ein, dass der Schweiß tagsüber ein wirksames Einziehen in die Achelhöhlen verhindert.

  • AW: Aufmunternder Erfahrungsbericht

    von » 12 Jahre her


    Ich stimme dir absolut zu, aber als ich die AlCl-Lösung für Hände, Füße undAchseln vor ca 9 Jahren bekommen habe, ist mein Selbstbewusstsein enorm gestiegen, und trotzdem hat erst danach das Schwitzen am Gesäß angefangen - zu einer Zeit, zu der ich gar nicht mehr so viel über das Schwitzen nachgedacht habe. Also, ich bin sicher, dass es schlimmer ist je mehr Angst ich davor habe, aber es sind eben auch körperliche Ursachen.

    Ich zahle für meine Apothekenmischungen übrigens mehr als 16 Euro und bekomme auch nicht alles von der Krankenkasse zurück. Außerdem verbaucht sich das sehr schnell, denn ich muss es richtig dick auftragen, damit es wirkt. Ich weiß noch nicht, wie lange das ahc hält und ob es genauso gut wirkt, aber ich teste es jetzt an Händen und Füßen und hoffe, dass es funktioniert.

  • AW: Aufmunternder Erfahrungsbericht

    von » 12 Jahre her


    Ich habe noch keine antitranspirantien ausprobiert, weil meine Mutter mir gesagt hat, dass sich das aluminiumchlorid im körper einlagert, und man damit probleme kriegt, wenn man älter ist. Stimmt das überhaupt? Ich hab auch schon mal was davon gelesen, dass eichenrinde helfen soll, wenn man sie irgendwie in wasser aufkocht und sich damit wäscht. Denkt ihr sowas könnte auch helfen?? Sonst habe ich bis jetzt nur ein pflanzliches mittel eingenommen, das rein gar nichts gebracht hat, es heißt jaborandi pentarkan s. Das war mit salbei oder so.

  • AW: Aufmunternder Erfahrungsbericht

    von » 12 Jahre her


    Ich habe noch keine antitranspirantien ausprobiert, weil meine Mutter mir gesagt hat, dass sich das aluminiumchlorid im körper einlagert, und man damit probleme kriegt, wenn man älter ist. Stimmt das überhaupt?

    Schaue er/sie einfach hier... B)

    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

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