Hey, ich hab gestern endlich meine Schweissdrüsenabsaugung hinter mich gebracht. Und ich muss gleich am Anfang sagen: die OP ist Pipifax, Pillepopp oder wie ihr das nennen wollt! ;)

Zu Beginn wurde bei mir der Schweisstest mit diesem Pulver durchgeführt, der aber zu keinem Ergebnis geführt hat. Mir wurde aber gesagt, dass das komischerweise bei vielen Patienten der Fall ist, die sonst wie die Weltmeister schwitzen. Nunja, nachem bei mir in den Achsel rumgemalt wurde, wurde mir ringsrum um den zu operierenden Bereich circa fünf Betäubungsspritzen gesetzt, damit die Einführung der Schläuche für diese Flüssigkeit erträglich ist. Und ich muss ganz ehrlich sagen: das "schlimmste" waren diese Spritzen am Anfang und die waren auch erträglich, fühlte sich an wie beim Impfen. Nunja, ich wurde dann mit dieser Flüssigkeit ganz langsam vollgepumpt, bis ich etwa einen Liter pro Seite unterm Arm hatte. War schon ein sehr komisches Gefühl, wenn man die Arme aufgrund der prallen Achseln kaum runterbekommt. Als sie dann endlich die Armlehnen erreicht hatten, wurde mir der Fernseher angeschaltet und ich konnte 30 Minuten rumzappen wie ich wollte :) Danach wurde noch ein wenig Flüssigkeit reingepumpt, damit die Achsel schön prall und somit auch eine stabile Struktur der Haut gewährleistet ist. Mir wurde dann erst die rechte, dann die linke Seite erst abgesaugt, dann ausgekratzt und dann wieder ausgesaugt. Alles schmerzfrei, total erträglich, es kam mir so vor, als würde er mir mit der einen Hand mich ständig an der Schulter schütteln und mit der anderen sein Bier zum schlürfen halten. Das Geräusch hört sich ein wenig an, wie eine Toilettenspülung in der Bahn :) Das schaben wa dar schon ein wenig unangenehmer, allerdings nur was das Geräusch angeht. Quasi wie auf dem Bau, wenn einer gerade was spachtelt. Danach wurde mir der erste dicke Druckverband raufgeklebt und ich konnte im Aufenthaltsraum zur Nachbeobachtung Platz nehmen. Nach circa 90 Minuten wurde mir der Druckverband gewechselt und ich konnte die Klinik mit ner Tüte voller Kompressen, Tabletten und Zetteln verlassen.

Heute, Tag 1. nach der OP, geht es mir gut. Ich bin ein wenig müde, weil ich ungefähr nur 4 Stunden geschlafen habe. Einerseits, weil ich tierische Rückenschmerzen vom ständigen auf dem Poppes liegen bekommen habe, andererseits, weil ich vom dem Adrenalin, welches in der Flüssigkeit zur Blutstillung enthalten ist, noch ein wenig "aufgedreht" war. Ansonsten keine Schmerzen! Die Betäubung ist so gut wie ausgeklungen, ganz selten mal ziept es, aber nicht schmerzhaft. Etwa wie ein ganz leichtes kneifen. Bin ma gespannt, wie die nächsten Tage und vorallem Nächte werden.

Danke für eure Aufmerksamkeit B)
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  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    Hallöchen!

    Meine Saugkürettage ist mittlerweile 4 Tage her und ich muss sagen, dass ich das Alles nicht so locker wegstecken konnte wie du ;) Ich fand es schon ziemlich schmerzhaft, aber für das richtige Ergebnis nimmt man das Alles gern in Kauf.
    Die ersten 2 Tage waren ganz problemlos bei mir, aber seit gestern ziept und brennt es schon extrem. Ich weiß ja nicht, ob das bei dir auch so ist? Wäre auf jeden Fall super, wenn du mich mal auf dem Laufenden halten würdest, wie das bei dir so verheilt....

    Liebe Grüße und außerdem wünsche ich dir natürlich, dass die OP von Erfolg gekrönt ist ;)

    starker Achselschweiß

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    Hey, schade, dass es bei dir ein wenig stärker zu spüren ist, aber so wie ich das lese, scheint es bei dir auch noch in einem erträglichen Rahmen zu sein. Bei mir ziept es schon mal hier und da, hauptsächlich ist der Druckverband und nicht irgendeine Wunde der Grund dafür. Was mich mitlerweile ein wenig stört, ist, dass durch das Tape meine Haut ein wenig gereizt ist. Nunja, war vorhin zur Kontrolle und der Prof. hat gesagt, bei mir läuft alles wunderbar, keine Komplikationen in der Wundheilung zu erkennen. Ende nächste Woche muss ich nochmal hin, um endgültig eine Nekrose oder ein Serom hoffentlich ausschließen zu können. Ansonsten bin ich seit Beginn der OP bis jetzt schmerzfrei! Wie siehts bei dir aus? Wo brennts und ziepts? Sehen die Flächen ansonsten den Umständen entsprechen "okay" aus?

    Danke für die Grüße und die Wünsche, geben ich natürlich gerne zurück! Das wird schon... Schreib doch gern mal wieder, wie es bei dir verläuft!

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    ich bin euch schon ein wenig voraus B) hatte vor 3 wochen meine zweite absaugung (1. war leider nicht erfolgreich).

    ich finde die op auch nicht weiter schlimm. das schlimmst war ebenfalls das auskratzen und die blöden pflaster danach. die pflaster hatte ich beim ersten mal schon nicht vertragen :(
    ist wahrscheinlich nicht gerade steril, aber hab sie nach 3-4 tagen abgemacht, weil die pflasterstellen ziemlich brannten.

    diesmal war ein arm ziemlich blau. aber nach ca. 2 wochen war kaum noch etwas zu sehen.

    wenn ich jetzt die arme nach oben strecke merkt man teilweise noch das verdickte bindegewebe, aber die heilung kann halt bis zu 6 wochen dauern. bis jetzt war die op erfolgreich - hoffen wir das es so bleibt (auf holz klopf)

    euch alles gute!

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    @ chrisis81: Ich drück dir auf jeden Fall ganz ganz sehr die Daumen, dass es diesmal klappt... Ganz ganz sehr.

    @ viggo: Es ist auch Alles noch erträglich und es sieht Alles eigentlich auch den Umständen entsprechend aus... Ich habe nur am linken Arm einen mittelgroßen Bluterguss, ansonsten keine größeren Ausfälle. Mir geht dieser blöde Rucksackverband extrem auf die Nerven und zähle schon die Stunden bis ich ihn endlich abnehmen kann.... (noch 23 Stunden - der Countdown läuft ;)).
    Ich war am Dienstag das letzte Mal beim Arzt und der meinte, dass ich nur wiederkommen muss, wenn ich Probleme habe und dass Alles ganz ok aussieht. Nächste Woche kommen dann die Fäden raus und dann hoffentlich auch diese blöden Pflaster. Anscheinend vertrage ich die auch nicht besonders - auf jeden Fall brennt und juckt es, aber ich habe Angst, dass ich mit den Fädens in dem Verband hängen bleibe und irgendetwas aufreiße, deswegen werde ich die Pflaster wohl noch etwas drauf lassen...

    starker Achselschweiß

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    Tut mir leid, dass deine erste OP nicht den gewünschten Erfolg eingebracht hat. Ich drück dir die Daumen, dass es diesmal klappt! Wie lange hast du einen Verband getragen? Hattest du sonst irgendwelche Komplikationen wie ein Serom oder eine Nekrose? Wann konntest du deine Arme wieder frei bewegen bzw. schon wieder belasten? Würde mir sehr interessieren ;)

    Liebe Grüße, das wird schon bei dir!

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    Hi Ihr lieben,
    chrissis und viggo darf ich euch fragen wo ihr ecuh operieren lassen habt?

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    hi,

    nein, bis jetzt keine komplikationen und auch ein sehr gutes gefühl (bis auf die pflasterunverträglichkeit). hatte die pflaster gegen handelsübliche pflaster getauscht, damit die fäden nicht hängen bleiben.

    fäden wurden problemlos und relativ schmerzfrei am 9. tag gezogen. nach 2 - 2 1/2 Wochen konnte ich meine arme wieder uneingeschränkt und ohne ziehen einsetzen. heute gehts zum sport und das würde ich nicht machen, wenn ich noch irgendetwas spüren würde.

    dann wünsch euch alles gute und hoffe auf den erfolg unserer op ;o)

    hatte ich schon mal geschrieben: würde diesen eingriff jeden leidenden empfehlen. lieber einmal einmal knapp 1000€ ausgeben, als ewig mit cremes, salben etc. laborieren. früher habe ich viel geld in solche produkte investiert, auf der suche nach dem wundermittel. heute lebe ich sehr gut ohne jegliche sprays, cremes oder salben

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    sorry lusja hatte deine antwort vergessen: in hannover

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    Na das hört sich doch ganz gut an... Ich habe zur Zeit leider etwas mit einem Brennen zu kämpfen. Da der Arzt, der die OP durchgeführt hat, jedoch über 300 km weit weg ist, hat er mir vorgeschlagen hier ins Krankenhaus zu fahren und dort nachsehen zu lassen. Er tippt darauf, dass sich Flüssigkeit angesammelt hat. Er meinte, dass dies der Fall ist, wenn es sich "schwabbelig" anfühlt. Leider weiß ich jetzt nicht, ob es sich so anfühlt, weil Flüssigkeit drin ist, oder weil einfach Alles noch angeschwollen und gereizt ist (sind ja gerade erstmal 5 Tage)... Bin mir sehr unschlüssig.
    @chrisis81: Hat es denn bei dir gebrannt? Kann meine Arme eigentlich schon recht gut normal bewegen, aber eben dieses blöde Brennen...

    starker Achselschweiß

  • AW: Erfahrungsbericht Schweissdrüsenabsaugung

    von » 12 Jahre her


    dieses brennen hatte ich nur von den pflaster, also auf der haut. dort wo die klebestellen vom pflaster waren, war es richtig entzündet. hab es dann mit melkfett eingesrieben und ging dann nach 2-3 tagen auch schon wieder.

    die flüssigkeit war bei mir nach 5 tagen allerdings weg. schwabblig war es dann nicht mehr nur noch ein wenig geschwollen (aber fest) und blau.

    lieber ins krankenhaus gehen und checken lassen. allerdings ist dies ein sehr spezielles thema, der arzt der mir die fäden gezogen hat, kannte soetwas gar nicht.

    kannst uns ja mal auf dem laufenden halten

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