so, hallo zusammen!

Wollte mal kurz berichten wie es mir nach meiner schweißdrüsenkürettage geht.

Hatte meine O.P. am 02.03.2010 in München. Ich musste einen Tag vorher anreisen und blieb bis zum 03.03 für den Fall das Komplikationen auftreten. Ich komme aus dem Raum Nürnberg und wegen der weiten Entfernung waren die Übernachtungen im Preis (2.400Euro) mit drin.

Sämtliche Blutwerte die benötigt werden wurden bereits im Vorfeld von meiner Hausärztin durchgeführt, hierfür war keine Zeit in München... Nach einem kurzen Gespräch mit dem Narkosearzt und dem Arzt der die O.P. durchführte konnte ich am 02.03. noch bis zum Abend raus, das war echt entspannend. Man ist doch ganz schön aufgeregt vor so nem Eingriff.

Am Tag der O.P. musste ich natürlich nüchtern bleiben, hatte meinen Eingriff so gegen 11 Uhr vormittags.
Mit meinem Mäntelchen ging ich Richtung Operationssaal, wo das Team auf mich wartete. Der Narkosearzt leitete dann den Dämmerschlaf ein (d.h. keine künstliche Beatmung, aber du bist trotzdem komplett weg!). Ich habe nichts mitbekommen, nach dem legen der Nadel in die Hand und diesem Mittelchen vom Arzt kann ich mich an nichts mehr erinnern.
Irgendwann (ca. nach 1 Std.) bin ich dann wieder "aufgewacht worden". Ich weiß eigenlich hier auch nur das ich zu meinem Zimmer gefahren wurde und erst mal völlig kaputt eingeschlafen bin. Der Tag war komplett hin...

Am Tag danach gings mir so lala, man ist halt total niedergeschlagen, Schmerzen halten sich in Grenzen, man bekommt ja gute Mittelchen dagegen. Nur der Dicke Druckverband unter den Armen stört! Diesen Bekam ich aber kurz vor dem Verlassen der Klinik vom Arzt ab und er klebte mir eine Kompresse unter die Arme, Wundsalbe drauf und ab gings nach Hause.

Nach und Nach entwickelt sich dann ein ordentlicher Bluterguss der auch in den Arm laufen kann, man sollte sich vorher schon im klaren sein, dass 4-5 Tage danach kein Haare waschen oder ähnliches drin ist. Auch duschen sollte man erst so 3 Tag nach der O.P. Aber gut, dass ist einem in dem Fall auch echt egal.

Heute, über eine Woche nach dem Eingriff geht´s mir wirklich wieder gut! Kann mich wieder gut bewegen, auch die Arme durchstrecken.. klar, es ziept hier und da noch und der Bluterguss ist auch noch ein bisschen da, aber das schlimmste ist nach einer Woche überstanden!

Nächste Woche Freitag kommen die Fäden noch raus und dann lasse ich mich einfach mal von dem Ergebnis überraschen... Es stellt sich ja erst einige Monate später raus, wie erfolgreich der Eingriff war... Bis dahin müssen sich die Nerven erst einmal erholen...(man ist ja auch taub unter der Achsel).

Für alle die das in Erwägung ziehen...

Ich fand es war echt auszuhalten, wenn das Ergebnis stimmt... mal abwarten.
Es geht allerdings, soweit ich weiß auch Preiswerter. Bei mir hätte es sogar die Krankenkasse bezahlt, hatte allerdings zum Zeitpunkt als die Kostenübernahme eintraf schon einen verbindlichen Vertrag mit der Privatklinik unterschrieben... also bei Vertragsbruch hätte ich sowieso 75 % bezahlen müssen, daher habe ich mich dafür entschieden das dort machen zu lassen.
Das einzig gute ist, sollte sich rausstellen das diese O.P. erfolglos war könnte ich mich nochmal in ner Uniklinik auf kosten der Kasse operieren lassen... aber ich hoffe natürlich das das ne einmalige Sache war!

Wie dem auch sei, wem es wegen seiner HH wirklich seelisch schlecht geht, dem kann nur ein solcher Eingriff helfen. Das ist meine Meinung. Klar, Botox ist bestimmt auch super, aber halt teuer! Soweit ich weiß, zahlen Botox auch kaum die Krankenkassen... da hat man mit einer Kürettage mehr Glück, Vorrausgesetzt alle anderen konservativen Maßnahmen (Vagantin, Iontophorese, Antitranspirante, etc.) schlagen nicht an (dies sollte aber vom Hautarzt betreut werden, wegen der höheren Glaubhaftigkeit und der Belege gegenüber der Kasse).


Gibt es noch irgendwelche Fragen oder Unklarheiten, schreibt einfach, ich beantworte die gerne!

Alles Gute und viele Grüße!

meli
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  • AW: Meine O.P. (Kürettage) für alle Interessierten

    von » 11 Jahre her


    wenn München zu weit ist
    Mülheim/Ruhr kostet die Hälfte, weil öffentliche Krankenhäuser wesentlich zivilere Preise nehmen als Privatkliniken
    meine Frau ist plastische Chirurgin und macht die Absaugung der Achseln (aber auch andere Stellen wie Leiste) seit 20 Jahren und so gut, daß ich ihr alle Patienten schicke,
    mal nachfragen kann ja nicht schaden.

    Dr. Ulrike Schaarschmidt,
    Leineweberstr. 67
    45468 Mülheim

    Tel 0208/6263005

    E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können


    www.dr-ulrike-schaarschmidt.de

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